Parodontitis behandeln

Bei einer Parodontitis entzündet sich der Halteapparat des Zahns, und der Kieferknochen geht zurück. Sie ist die häufigste Ursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter – und in den meisten Fällen gut in den Griff zu bekommen.

Woran Sie es bemerken – und woran nicht

Zahnfleisch, das beim Putzen blutet, ist das häufigste erste Zeichen. Dazu kommen Mundgeruch, empfindliche Zahnhälse, Zahnfleisch, das zurückgeht, und später Zähne, die sich lockern oder wandern.

Entscheidend ist aber, was fehlt: Schmerzen. Eine Parodontitis tut lange nicht weh. Deshalb wird sie häufig erst bemerkt, wenn bereits Knochen verlorengegangen ist – und verlorener Knochen kommt nicht von allein zurück. Genau darum messen wir das Zahnfleisch bei der Kontrolle regelmäßig nach.

Wie die Behandlung abläuft

Befund und Aufklärung. Wir messen die Taschentiefen an jedem Zahn und erstellen ein Bild des Knochenverlaufs. Danach besprechen wir mit Ihnen, wie ausgeprägt die Erkrankung ist und was das für Sie bedeutet.

Vorbehandlung. Zuerst werden alle Beläge oberhalb des Zahnfleischs entfernt. Ohne diesen Schritt bringt die eigentliche Behandlung wenig.

Reinigung der Wurzeloberflächen. In örtlicher Betäubung werden die Zahnfleischtaschen gereinigt – dort, wo Bürste und normale Reinigung nicht hinkommen. Das ist der Kern der Behandlung.

Kontrolle nach der Heilung. Nach einigen Wochen messen wir erneut. Meist haben sich die Taschen deutlich zurückgebildet. Wo einzelne Stellen tief bleiben, besprechen wir das weitere Vorgehen – gelegentlich ist dafür ein kleiner chirurgischer Eingriff sinnvoll.

Der wichtigste Teil kommt danach

Eine Parodontitis ist nicht heilbar, sondern behandelbar. Ohne regelmäßige Nachsorge kehrt sie zurück – deshalb ist die Nachsorge kein Zusatzangebot, sondern der Teil der Behandlung, der über das Ergebnis entscheidet. Je nach Befund sehen wir Sie dafür alle drei bis sechs Monate. Mehr zur Vorsorge

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0951 290804

Wenn Ihr Zahnfleisch blutet oder zurückgeht, lassen Sie es ansehen. Je früher, desto weniger Knochen geht verloren.